Wie du sprichst, so lebst du
27. JÄNNER 2026
In der Sprache, die du verwendest, finden sich Hinweise darauf, welche innere Haltung der Schöpfung deiner Realität zugrunde liegt. In der Verwendung bestimmter Wörter zeigt sich, ob du dein Leben selbst in der Hand hast, oder es vielmehr so ist, dass es von außen kontrolliert wird; ob du einen Plan hast oder eher aus einem Pflichtgefühl heraus lebst, ob du aus mentaler Stärke und einem gefestigten Bewusstsein heraus handelst oder dich eher im Autopilotmodus befindest.
Wenn du auf deine Sprache oder deinen inneren und äußeren Dialog achtest, wirst du feststellen, dass die Wahl deiner Worte viel über deine Inspiration und deine innere Ausrichtung verrät.
Lass uns die verschiedenen Ebene deiner Inspiration und Motivation genauer unter die Lupe nehmen!
Die erste und niedrigste Ebene: MÜSSEN
Auf der untersten Ebene von „Müssen“ lebst du wahrscheinlich aus einem Pflichtgefühl heraus und das kann sich bei genauerer Betrachtung so anfühlen, als würde eine äußere Macht dein Leben diktieren und kontrollieren. Das führt dazu, dass du dich fremdbestimmt fühlst und Sätze wie „Ich muss das tun“ verwendest.
Das Gefühl von „Verpflichtung“ und Fremdbestimmung ist ein wichtiges Feedback für dich und zeigt dir, dass du nicht in Übereinstimmung mit deinen höchsten Werten lebst und entscheidest.
Stattdessen handelt es sich wahrscheinlich um eine von einem Vorgesetzten, Partner, Familienmitglied oder anderen vermittelte Wertvorstellung – eine Autoritätsperson außerhalb deiner selbst, die du in dein Leben integriert hast.
Die Müssen-Sätze deuten auf einen inneren Widerstand hin und darauf, dass du eigentlich nicht motiviert bist, die entsprechende Handlung auszuführen. Wenn du das Gefühl hast, es tun zu MÜSSEN, kann es sich anfühlen, als ob du mit angezogener Bremse versuchst, Gas zu geben.
Wenn du etwas aus Begeisterung heraus tust, wirst du wohl kaum sagen: „Ich MUSS das jetzt machen.“ Stattdessen wirst du Formulierungen verwenden wie: „Ich liebe es, das zu tun, und es inspiriert mich.“ Wenn du dich regelmäßig dabei erwischst, wie du davon redest, etwas tun zu müssen, dann solltest du dir darüber bewusst sein, dass dahinter möglicherweise ein innerer Widerstand steckt.
Die zweite Ebene: SOLLEN
Die zweite Ebene ist gekennzeichnet durch Formulierungen wie „Ich sollte“ und „Ich müsste“. Wenn du dir immer wieder sagst: „Ich sollte das wirklich tun“, dann hast du wahrscheinlich auch hier etwas zugestimmt, das du aufgrund von äußerem Druck erledigen solltest.
Diese „Sollte“-Gedanken entspringen höchstwahrscheinlich dem, was Sigmund Freud das Über-Ich nannte – einem Wertesystem, das du von außen, angefangen bei deinen Eltern, übernommen hast. Diese Werte können aus der Vergangenheit stammen oder aktuell von Personen wie einem Vorgesetzten oder jemandem, zu dem du aufsiehst, von dem du abhängig bist, oder dem du Macht und Autorität verleihst, übernommen worden sein.
Du sagst dir vielleicht: „Ich sollte ins Fitnessstudio gehen und so trainieren wie die. Ich sollte wirklich damit anfangen.“ Solche Formulierungen zeigen eindeutig, dass du die Werte einer externen Autorität übernommen hast.
Interessant zu wissen:
Wenn man jemanden bewundert und idealisiert, neigt man dazu, dessen Werte ins eigene Leben zu übernehmen und die eigenen Werte dadurch abzuwerten. Geht man Aktivitäten nach, die nicht mit den eigenen Werten übereinstimmen, rutscht man schnell in Aussagen wie: „Eigentlich sollte ich das tun. Eigentlich müsste ich das tun. Eigentlich würde das oder jenes Sinn machen.“ Solche Haltungen deuten darauf hin, dass man sich selbst abwertet, sich selbst kritisiert und sich unerfüllt fühlt.
„Ich sollte eigentlich Sport treiben“ bedeutet: „Ich sehe mich nicht unbedingt als Sportskanone, aber ich nehme an, ich sollte mich mehr bewegen, wenn ich bedenke, was ich darüber gelesen habe und was die Person, mit der ich mich vergleiche, tut.“ Wenn du also sagst, du solltest etwas tun, ist das ein Hinweis darauf, dass das, was du tun möchtest, nicht mit deinen höchsten Werten übereinstimmt. Sonst würdest du ja nicht so mit dir selbst sprechen.
Die dritte Ebene: BRAUCHEN
Die nächste Stufe ist „Ich brauche“ bzw. das „Müssen“ aus einem Bedürfnis und einer inneren Notwendigkeit heraus. Die Bremse ist nicht mehr so stark angezogen wie beim MÜSSEN, das von außen diktiert wird, aber du bist noch nicht unbedingt von der Handlung begeistert oder vollkommen engagiert. Obwohl du vielleicht verstehst, dass die Aktivität in gewisser Weise mit deinen höchsten Werten übereinstimmt, fehlt dir die innere Richtung und der intrinsische Antrieb, den du auf höheren Ebenen der Inspiration erlebst.
Die Herausforderung besteht darin, die eigenen, einzigartigen Werte zu erkennen und das Leben und die Prioritäten mit diesen Werten in Einklang zu bringen. Anders ausgedrückt: Die eigene innere Stimme darf lauter werden als die Stimmen von außen. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du versuchst, die Werte anderer zu übernehmen und so die Klarheit über deine eigenen zu trüben.
Die vierte Ebene: WOLLEN
Die Ebene des „Wollens“ hast du erreicht, wenn du aktiv an einer Aufgabe teilnimmst. Du erkennst den Wandel darin, dass du den Wert der Aktivität erkennst und eher intrinsisch als nur extrinsisch motiviert bist. Dadurch wirst du von innen heraus zum Handeln angeregt und verspürst mehr Inspiration und weniger Widerstand.
„Wollen“ markiert im Grunde einen Wendepunkt, der den Übergang zu intrinsischer Motivation und wachsender Inspiration kennzeichnet. Vielleicht stellst du fest, dass du etwas wirklich willst oder dich davon inspiriert fühlst. Es könnte etwas sein, das dir Freude bereitet und dir müheloser von der Hand geht als zuvor. Das Gefühl der angezogenen Bremse ist verschwunden. Anstatt gegen das System anzukämpfen, gestaltest du es nun teilweise nach deinen Vorstellungen.
Dieser Übergang kennzeichnet auch eine Veränderung in deinem Bewusstsein. Du hast aktiv Zugriff auf deine inneren Ressourcen und beginnst bewusst darüber zu entscheiden, was du willst und was nicht. Die Formulierung „Ich will“ leitet ein, was ich als die Aktivierung des Alpha Mindsets bezeichne.
Mein Trainingskonzept nach dem ARCE Prinzip beginnt immer damit, dein Alpha Mindset zu entwickeln und aus diesem heraus dein Leben völlig neu und vor allem bewusst zu gestalten.
Die fünfte Ebene: WÜNSCHEN
Wenn du die fünfte Stufe erreichst, wird deine Entscheidung zum Handeln zur bewussten Wahl – du entscheidet dich aktiv FÜR etwas, das aus deinem Innersten kommt und nicht länger von außen auferlegt wird.
Mit dieser Veränderung steigen dein Antrieb und deine Inspiration und du verspürst den Wunsch, aktiv zu werden. Es ist etwas, das du wirklich tun willst, und es gelingt dir immer leichter, weil du nicht mehr gegen äußere Einflüsse ankämpfst, sondern deinen Weg aktiv gestaltest und die Verantwortung für die Schaffung deiner Realität übernommen hast. „Ich wünsche mir“ oder „Ich wünsche dies oder jenes zu tun“ sind eindeutige sprachliche Hinweise darauf, dass du deinen höchsten Werten entsprechend aktiv werden möchtest.
Du lebst aus deiner Bewusstheit heraus und nicht länger nur aus einem Pflichtgefühl. In Bezug auf deine Ziele zeigt sich auf dieser Ebene auch dein großes WARUM (dein hinter dem Ziel liegender Wunsch!). Es gelingt dir, deinen Tag mit wichtigen, inspirierenden Aufgaben zu füllen, und die unwichtigen Ablenkungen zu reduzieren, welche sich unterhalb der Ebene des Wollens befinden. Auf der Ebene des Wunsches entsteht ein Funke Inspiration und du verspürst den Drang, dich aktiv zu engagieren.
Die sechste Ebene: WÄHLEN
Wenn du dich auf der sechsten bzw. der „Entscheidungsstufe“ befindest, triffst du eine bewusste Entscheidung für eine bestimmte Handlung. Du tust es, weil du dich wirklich darauf freust. Wenn man jemanden sagen hört: „Ich entscheide mich jeden Tag bewusst dafür, das zu tun, was mir wirklich wichtig ist“, dann kann man davon ausgehen, dass diese Person auf dem Weg zu einem inspirierenden und erfüllten Leben ist.
Menschen, die sich auf den Stufen „wollen“, „wünschen“ und „wählen“ befinden, sind viel motivierter und engagierter als jene, die auf den niedrigeren Stufen agieren, auf denen eher Desinteresse, Frustration und Erschöpfung vorherrschen.
Die siebte Ebene: LIEBEN
Die Stufe über „sich entscheiden“ ist „lieben“. Dabei geht es nicht um romantische Liebe, sondern um die Bereitschaft, Freude und Leid auf dem Weg zum Erreichen der Ziele in Kauf zu nehmen. Anders gesagt: Du bist so inspiriert und motiviert, dass du es kaum erwarten kannst, jeden Morgen aufzustehen und es zu tun, weil du es so sehr liebst.
In meinem Fall sind meine liebsten Tätigkeiten, mit Pferden und in der Natur zu sein, Menschen, die sich verändern und wachsen wollen, zu coachen und mich mit sämtlichen Inhalten rund um das Thema Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Damit kann ich mich den ganzen Tag beschäftigen und das tue ich auch, weil es mich inspiriert und mit meinen höchsten Werten in Übereinstimmung ist. Ich bin dahingehend immer intrinsisch motiviert und benötige keinen Antrieb von außen. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, es IST meine Natur.
Die Frage ist nun: Füllst DU deine Tage ebenfalls mit Dingen, die du liebst und die dich inspirieren, oder sind deine Tage eher voll mit Pflichten, die du erledigen musst? Ersteres führt zu Engagement und Erfüllung, zweiteres eher zu Unzufriedenheit und geringer Motivation.
Deine WERTE
Um deine Motivation, dein Engagement und deine Erfüllung zu steigern, macht es Sinn, dich mit deinen Werten zu beschäftigen. Sobald du deine individuelle Wertehierarchie erkannt hast, wirst du verstehen, wie diese dein Schicksal bestimmt. Deine Werte prägen deine Wahrnehmung, deine Entscheidungen und dein Handeln.
Wenn du deinen Tag mit Aufgaben füllst, die deinen höchsten Werten entsprechen und die dich wirklich inspirieren und begeistern, wächst dein Gefühl von Freiheit. Verpflichtungen und auferlegte Verantwortlichkeiten werden dich nicht mehr belasten, stattdessen bleibst du in deiner Selbstführung, bist motiviert und von Inspiration angetrieben.
Leider fühlen sich immer noch viel zu viele Menschen gefangen in einem Netz aus Pflichtgefühlen und äußeren Erwartungen und leben dadurch in einem Kreislauf aus „müssen“, „sollen“ und „eigentlich“. Nur wenige erlauben sich wirklich, bewusst Entscheidungen zu treffen, die mit ihren höchsten Werten und Prioritäten übereinstimmen.
Ein Leben nach den eigenen Werten zu führen bedeutet, wertvolle, inspirierende Handlungen zu priorisieren und diese konsequent zu leben. Wenn du diese Prioritäten konsequent verfolgst, wirst du dich mit der Zeit widerstandsfähiger, anpassungsfähiger und erfüllter fühlen. Lässt du dich hingegen dauernd ablenken, weil du ständig mit der Bewältigung von Problemen beschäftigt bist und nur den Reagieren-Modus kennst, kann es passieren, dass du emotional ausbrennst und frustriert, im schlimmsten Fall gesundheitlich angeschlagen, zurück bleibst.
Diese Frustrationen sind jedoch ein wertvolles Feedback, das dir hilft, dich wieder auf dein authentisches Selbst auszurichten, das die eigenen höchsten Werte widerspiegelt.
Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht geboren wurden, um uns anzupassen, sondern um ein außergewöhnliches und inspirierendes Leben zu führen. Auch für dich ist die Reise von „müssen“ zu „lieben“ möglich – vom erschöpfenden Funktionieren hin zur Beherrschung deines Lebens und in weiterer Folge deines Schicksals.
Dein erster Schritt
Wenn du dieses Thema weiter vertiefen möchtest, dann trete mir mir in Kontakt und ich berate dich gerne zum Thema „Werte-Arbeit“ und wie diese dein Leben für immer positiv beeinflussen wird.
Ich biete dir in meinen Coachings & Trainings prozessorientierte Unterstützung, um Prioritäten in deinem Leben zu setzen, die Macht der äußeren Einflüsse aufzulösen und dein Leben so zu gestalten, dass es mit der einzigartigen Hierarchie deiner höchster Werte übereinstimmt und auf diese ausgerichtet ist, damit du dein Leben nach deinen Vorstellungen verwirklichen kannst.
Deine Sprache verrät, ob du aus Gleichgültigkeit oder Freude handelst, ob du von äußerer oder innerer Motivation angetrieben wirst. Fühlst du dich gefangen in einem stillen Leben der Frustration und Verzweiflung, ständig getrieben von Pflichten, Verpflichtungen und Erwartungen, ist das ein wertvolles Feedback für dich, um dir zu zeigen, dass ein außergewöhnliches Leben in deiner Reichweite liegt, wenn du bereit bist, bewusster hinzuschauen und deinem wahren Selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Ich freue mich auf dich!
Julia